Die Zukunft ist jetzt!

Ja, in der Welt der Übersetzer ist die Zukunft schon längst Gegenwart. „Wie das?“ mag sich womöglich der unwissende Kunde fragen. Ganz einfach! Durch (von Menschen geschulte und gefütterte sowie lernfähige) Maschinen, die in Bruchteilen von Sekunden Übersetzungen von Texten aller Art abliefern.

Die Rede ist von der (Neuronalen) Maschinellen Übersetzung

Der Kreis der unwissenden Kunden wird allerdings immer kleiner. Mancher glaubt sogar, hier die eierlegende Wollmilchsau gefunden zu haben: Übersetzungsmaschine aufrufen, Text eingeben und voilà, als Ergebnis eine fehlerfreie Übersetzung erhalten! Und das obendrein kostenfrei. So zumindest der Wunsch oder die Erwartung des Kunden. Schön wäre es für ihn in der Tat, aber weit gefehlt! Wer sich auf den ungeprüften Auswurf einer Übersetzungsmaschine verlässt, ist in den meisten Fällen verlassen und kann böse Überraschungen erleben. Besonders die Neuronale Maschinelle Übersetzung (NMÜ oder auch NMT auf Englisch für neural machine translation) ist tückisch. Die von dieser Maschine übersetzten Texte sehen auf dem ersten Blick perfekt aus. Mit ihren grammatikalisch einwandfreien Sätzen lassen sie sich flüssig lesen. Aber Vorsicht, die oberflächliche Glättung stellt sich häufig als Falle heraus! Geschmeidigkeit und Flusstext bedeuten nicht Vollständigkeit, auch nicht Richtigkeit oder Konformität mit dem Ausgangstext. Hier gilt das Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Geschulte Post-Editoren sind gefragt

Der von einer Übersetzungsmaschine ausgeworfene Text bedarf nun einer Kontrolle und in der Regel einer gründlichen Nachbearbeitung, dem sogenannten „Post-Editing“, um „kundentauglich“ zu sein und den Kundenanforderungen vollumfänglich zu entsprechen. An dieser Stelle tritt der geschulte Humanübersetzer oder Post-Editor in Erscheinung!

Je nach Wunsch oder Bedarf wird der maschinell übersetzte Text einem „Light Post-Editing“ oder einem „Full Post-Editing“ unterworfen. Es empfiehlt sich ein Full Post-Editing (also ein vollständiger Post-Editing) für Texte, die einem externen Zweck dienen und hohe Qualitätsansprüchen genügen müssen, z.B. Bedienungsanleitungen, Produktkataloge… Für interne schriftliche Kommunikation langt meistens ein „Light Post-Editing“.

Fragen Sie einen Profi! Fragen Sie mich!

Im September dieses Jahres habe ich den Zertifikatskurs Post-Editing beim SDI München absolviert und mit „gutem Erfolg“ bestanden. Als frisch zertifizierte Post-Editorin stehe ich Ihnen nunmehr sehr gerne zur Verfügung, wenn es darum geht, maschinell angefertigte Übersetzungen aus dem Deutschen ins Französische oder umgekehrt nachzubereiten.

Meine erworbenen Kenntnisse sind vornehmlich:

  • statistische und neuronale maschinelle Übersetzung erkennen und die Auswirkung für das Post-Editing analysieren
  • Das Pre-Editing oder das übersetzungsgerechte (Um)Schreiben der Quelltexte für die MÜ
  • Das Post-Editing oder die Nachbearbeitung der maschinell übersetzten Texte
  • Terminologiekonsistenz und -kontrolle
  • Qualitätsmanagement

 Für Kreativtexte kommt nur eine Humanübersetzung in Frage

Entgegen der verbreiteten Meinung eignen sich nicht alle Textsorten für die maschinelle Übersetzung. Diese sollte vor allem technischen Texten vorbehalten bleiben. Für Kreativtexte aus den Bereichen Literatur oder Marketing z.B. aber auch für juristische Texte kommt dagegen fast ausschließlich eine Humanübersetzung in Frage. Wenn Sie hier eine qualifizierte Übersetzerin für Französisch benötigen, fragen Sie bitte jederzeit gerne bei mir an!